www.bad-blog.com

Dezember 20, 2006

Die goldenen Infidel-Zeiten sind jetzt endgültig vorbei. Das Ende hat sich ja schon oft angekündigt aber ein neues, aufregendes Projekt steht seit 2 Monaten in den Startlöchern…

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auch mit Fotos geht es weiter auf badblog.espionage

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Why bad?

Es gibt genau zwei miteinander kombinierbare Möglichkeiten, ein neues Blogprojekt erfolgsversprechend zu beginnen. Entweder man schmeichelt dem anvisierten Leser so sehr, dass der Blogbesuch den Charakter einer therapeutischen Sitzung bekommt. Oder man liefert sensationelle wie skandalöse Stories, die ein Suchtpotential bewirken, das der ersten Methode gleicht. Was also immer zieht, ist die bitter-süße Verführung zur Abhängigkeit. Wir hingegen haben eine ganz neue digitale Droge entwickelt. Just in diesem Moment erfreut sie sich bereits Ihres Konsums, und wir versprechen nicht unbescheiden, dass Sie so schnell davon nicht loskommen werden. Und das, obgleich weder Stories noch Schmeicheleien Ihre verständliche Gier nach Voyeurismus und Selbstbestätigung befriedigen werden. Doch genug der nebulösen Worte. Es folgen nun einige Zeilen, die dem Verständnis unseres Unterfangens hoffentlich zuträglich sind.

Schon der Name dieses Blogs birgt eine Doppeldeutigkeit, mit der sich keine Schublade öffnen und auch keine neue erfinden lässt. Bad – im Sinne von schlecht – steht für die einfache Konsequenz der schwierigen Erkenntnis, Teil einer wahnsinnigen Welt zu sein, die den sendungsbewussten Publizistenpöbel verführt, sich zum Gutmenschen zu stilisieren oder das Richtige im Falschen zu postulieren. In der Bedeutung von böse steht Bad für unsere erbarmungslose Freude, diesen Zeitgenossen – den Positivisten wie den Dogmatikern – den Spiegel vorzuhalten und die ihnen allen gemeinsam so existentielle Nestwärme zu erkalten. Ein schmaler Grad.

Da aber in der so genannten Blogosphäre allerlei Onlinetagebücher selbst beweihräuchernd und sinnentleert vor sich hin vegetieren, die die Welt nicht braucht, haben wir uns dem hohen Anspruch verpflichtet, journalistische Arbeit zu leisten, die vielleicht die gleichnamige Tageszeitung interessieren könnte. Die Assoziation mehrerer Autoren und ihre Disposition zu Sensibilität und Selbstreflexion werden nicht nur für mehr Qualität sorgen, sondern zusätzlich die Ästhetik des Blogs dynamisch und wandelbar erscheinen lassen.

Überdies versteht sich der BadBlog als Selbsthilfegruppe – einer jedoch, die sich weder durch Ressentiments noch Parteiprogramm konstituiert, also verschiedenen Bösewichtern gestattet, ihre sehr wohl auch egoistischen Ansichten darzulegen, solange es ihnen um die Verteidigung all jener Inseln auf diesen Planeten geht, die mit Fug und Recht als weltbürgerlich, individualistisch und lebensbejahend benannt werden können.


Süddeutsch vs. Ostdeutsch

Oktober 13, 2006

Eine gelungene Titelseite präsentiert diese Woche das Süddeustsche Zeitung Magazin. Diese ziert ein idyllisches Bild des weniger idyllischen, sächsischen Dorfes Reinhardtsdorf-Schöna. Die Bewohner dieses Dorfes verhalfen der NPD bei der Landtagswahl zu 23,1% ihrer Stimmen. Unter dem Foto titelt das Süddeutsche Zeitung Magazin durchaus treffend „Hier wohnt der Hass“.

sachsendorf

Die getroffenen Hunde aus Reinhardtsdorf-Schöna bellen natürlich gleich los: Es fallen Wörter wie Plump, Pauschal, Bauchschmerzen, Verkürzung. Also die übliche Rhetorik, wenn mal jemand die Wahrheit sagt über die barbarische Seligkeit in Ostdeutschland. Den größten Witz aber riss Bürgermeister Olaf Ehrlich, der parteilos ist also noch nicht bei der NPD, als er sagte, dass die Schlagzeile unterschlagen würde, dass 3/4 der Bürger des kleinen Ortes sich gegen Neonazis aussprechen würden. 2 Dinge fallen sofort auf:

1. Man muss offenbar von Glück sprechen, dass so viele nicht die Nazis wählen

2. Die Deutschen werden nicht müde immer die angeblich so dissidente Masse hervorzuheben.

Das eigenliche Problem liegt auf der Hand. 23,1% sind 23,1% zu viel und die Ossis wählen sie selber, reden sie klein oder sich raus und wollen eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Den Gefallen wollen wir ihnen aber nicht tun.


In the Zone

Oktober 9, 2006

OSTEN

Super Cover, inhaltlich naja. Die Dummy besticht oft auch durch den Inhalt. Das Interessante jedoch ist das Konzept: Jede neue Ausgabe bekommt ein völlig neues Design und Layout, ganz und gar auf das aktuelle Thema zugeschnitten.

Das Inhaltsverzeichnis bietet einige lustige Anspielungen aber insgesamt scheint es sich schon in gängige Ost/West-Diskurse einzufügen. Wer also Bittermannsche Bashings erwartet ist mit dem enstprechenden Autor gut beraten.

Weiterer Haken: Das Teil ist mit 8€ am Kiosk recht teuer.

Nur so ein Tipp.infidel


Kosmetik

September 27, 2006

Nur Designspielereien, ich denke demnächst folgt auch mal ein neuer Beitrag.

Schade ist, dass die FlickR Aktivität ebenfalls lahmt. Meine Kamera befindet sich im Moment nicht in meinem Besitz.

kosmetik

Stay tuned.infidel


Back to Basic

August 9, 2006

Back to Basic ist die Devise, nachdem die anderen Themes von WordPress nicht viel hermachen bzw. einfach zu statisch sind. Also geht das alte, minimalistische Design wieder an den Start…
Zurück in die Zukunft.infidel


Zeitmangeldesign

August 9, 2006

Das Design, was hier zu sehen ist, ist keineswegs final.

Ganz im Gegenteil es gefällt mir nicht einmal. Aber Termine kamen vor der Vollendung.

Zeitlos.infidel


Can we fix that in Photoshop?

August 8, 2006

Dass die deutschen Medien traditionell antiisraelisch sind, wird für Leser dieses Blogs wahrscheinlich keine neue Erkenntnis sein. Wenn die Beiträge, Artikel und so weiter nicht ohnehin offensichtlich antisemitisch sind, bediente man sich bisher recht subtiler Mittel manipulativer Berichterstattung bzw. klassischer Elemente, wie der emotionalisierenden Wirkung von Bildern, die gerne unkommentiert verbleiben und so ihre irrationale Wirkung ungehindert entfalten können. Ganz abgesehen davon, dass auch eine neutrale oder gar den Israelis wohlgesonnene Berichterstattung nicht viel an der Rezeption der deutschen Zuschauer ändern würde. Die Vorwürfe der „Unverhältnismäßigkeit“, die Forderung nach „sofortigen Waffenstillständen“ und allerlei anderem antizionistischem Geschwurbel würden auf israelische Interventionen wahrscheinlich auch dann folgen, wenn das einzige „zivile“ Opfer eine libanesische Hauskatze wäre oder ein Baumstamm durch einen Bombensplitter ein wenig Harz verloren hätte.

Das Verbiegen von Tatsachen durch manipulative Berichterstattung ist leicht gemacht: Man vollzieht durch eine bestimmte Reihenfolge und Art der Darstellung beim Zuschauer eine gewisse gedankliche Seperation. Tod und Zerstörung schreibt man den Israel Defense Forces zu, der libanesischen Bevölkerung dagegen die Rolle als unschuldiger Opfer dieser Aktionen. Hinzu ein Paar von Tragik erfüllter Bilder rauchender Babyleichen + der weinenden Väter und im Kontrast dazu etwa ein lachendes israelisches Kind, was bittere Botschaften an Nasrallah auf Bomben malt. Zum Ende des Beitrags erwähnt man noch kurz die Anzahl der abgeschossenen Hisbollah-Raketen um zumindest den Schein von Neutralität noch zu bewahren. In Israel ist eh kaum einer gestorben, was sind denn die ollen Stalinorgeln der Hisbollah schon im Gegensatz zu den modernen Mordmachinen der Israelis.

Für ganz neu jedoch halte ich jedoch die gezielte Manipulation von Bildern, als wären es die Brüste von Keira Knightley auf ihrem amerikanischen Filmplakat, um Zerstörung und Tod noch zerstörerischer und tödlicher zu inszenieren, als sie überhaupt sind. Ich zumindest hörte zum ersten Mal von einer solchen Ungeheuerlichkeit.


Adnan Hajj, ein Mitarbeiter von „Reuters“, hatte einfach zu einem Bild, auf dem die durch israelische Luftangriffe herbeigeführte Zerstörung libanesischer Häuser abgebildet war, ein Paar Rauchwolken hinzugefügt und schon sah alles viel schlimmer aus als es eigentlich war. Hajj wurde mittlerweile gegangen und „Reuters“ erkundet erstmal, inwiefern hier eine regelwidrige Nachbearbeitung stattgefunden hat. Nach dem Luftangriff auf das libanesische Dorf Kana war sich auch keine deutsche Nachrichtensendung zu schade alle Vorwürfe an die Hisbollah, im Vorfeld und während der israelischen Angriffe Gallonen von Öl ins Feuer von Kana gegossen zu haben, geflissentlich zu ignorieren. Die verkehrte Welt ist dann endgültig perfekt, wenn die Opferzahlen westlicher Nachrichtenagenturen ferner der Wirklichkeit sind als die frisierten Statistiken libanesicher NGO’s. Seit dem Angriff auf Kana und der desaströsen Berichterstattung westlicher Medien sind einige amerikanische Blogger etwas aufmerksamer geworden, und stiessen auf einige hierzulande beinahe gänzlich unberücksichtig gebliebene, pikante Details.

infidel

Bild1* http://www.coxandforkum.com/archives/000903.html


Umzug

August 7, 2006

Leser meines alten Blogs werden sich sicherlich über meinen Umzug wundern, da ich ja die sowieso schon spärliche Aktualisierung bereits kommentiert und baldige Schließung des Blogs angekündigt hatte. Es handelt sich hier nicht um einen plötzlichen Kurswechsel aber in der Zeit in der ich hier noch schreibe, möchte ich technischen Komfort und Zuverlässigkeit und den konnte myblog.de nie wirklich liefern aber in den letzten Paar Wochen war es nicht mehr zu ertragen.

infidel


Für Israel in Berlin

August 7, 2006

Bilder mit kleineren, (englischen) Kommentaren bei FlickR


Nostalgia

August 7, 2006

Der alte Blog spukt noch unter http://myblog.de/infidel durch die Weiten des Internets.